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Geschichte

Wir verstehen uns als Vereinigung, die die Förderung der Musik in Schwaben, insbesondere der geistlichen Musik des 17., 18. und 19. Jahrhunderts dieser Region, zu ihrem Ziele erkoren hat. Verwirklicht wird dies – seit unserer Gründung im Oktober 1983 – im Rahmen von Gottesdiensten, Konzerten und anderen vergleichbaren feierlichen Anlässen.

Dominikanerkirche Heilig Kreuz in Augsburg
Foto: Raphael Wörle

Seit 1984 gestaltet der Chor die Hochämter an den Kirchenfesten in der Dominikanerkirche Heilig Kreuz. Dies bedeutet jedes Jahr eine stattliche Anzahl verschiedenster Orchestermessen, unter denen immer wieder veritable Erstaufführungen zu hören sind. Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist – man merkt dies auch an der Resonanz durch die große Schar der Gottesdienstbesucher an diesen Festtagen – die heimische Kultur wieder Gestalt annehmen zu lassen. Durch die Abwechslung einerseits von etablierten Meisterwerken z. B. von W.A. Mozart, J. Haydn, F. Schubert und andererseits durch die zur Zeit noch nicht so bekannten Kompositionen von P.P. Sales, C.B. Witzka, F. Bühler, A. Kirchbauer, J.A.  Albrechtsberger, V.B. Faitelli, M. Fischer, L. Hözl, J.A. Laucher etc. ist uns ein Brückenschlag gelungen, der dazu beiträgt, dem schwäbischen Schatz an Kirchenmusik den ihm gebührenden Platz zukommen zu lassen. Wir sind zur Zeit in der glücklichen Lage aus dem Vollen schöpfen zu können, so dass wir auf die Qualität der Werke schauen und nicht aus purem Populismus etwas aufführen.
Die ehemalige Stiftskirche der Augustinerchorherren und heutige Dominikanerkirche Heilig Kreuz besitzt ein singuläres Mozartarchiv: diverse autographe Stimmen von Wolfgang Amadé Mozart oder Stimmen mit autographen Korrekturen von Leopold und Wolfgang Amadé sind heute noch im Original vorhanden! Diese Mozartverbundenheit (seit 1777) bzw. diese Mozarttradition prädestiniert uns, innerhalb des Augsburger Mozartfestes und der Deutschen Mozartfeste die entsprechenden Festgottesdienste bzw. Konzerte in dieser musikhistorisch bedeutenden Mozartkirche zu gestalten.
Seit ein paar Jahren tragen wir auch zur Vielfalt der Langen Kulturnächte bei, wenn es etwa um die Mozarts, die Musen und Museen oder die Fugger geht.
Nicht umsonst hatten wir beispielsweise in der Vergangenheit ehrenvolle Einladungen nach Ottobeuren: 1991 „Oberöstereichisch-Schwäbische Kulturtage“, 1995 „50 Jahre Ottobeurer Konzerte“ und 2016 "250 Jahre Basilika Ottobeuren". Auch sind wir mit Werken diverser schwäbischer Komponisten in deren Geburts- bzw. Heimatorten aufgetreten, u.a. in Hiltenfingen, Ried bei Dinkelscherben, Oberelchingen oder in der Klosterkirche Roggenburg.
Daneben finden jährlich konzertante Aufführungen statt. Wir haben mit dazu beitragen können, dass ein Leopold Mozart nicht nur mehr als Vater eines berühmten Sohnes gesehen, sondern vor allem durch seine bisher recht unbekannte Kirchenmusik als Komponist ernst genommen wird; ein J.A. Hasse nicht nur ein Opernkomponist ist; ein J.A. Giulini, J.M. Demmler, F.X. Kleinheinz, F.H. Graf, J.K. Seyfert u.a. keine farblosen geschichtlichen Gestalten mehr sind, sondern beeindruckende Konturen annehmen und mit ihnen die Vergangenheit, die damalige Zeit und damit auch geistige Strömungen sichtbar werden.

Neben dem Kleinen Goldenen Saal sind wir auch immer wieder im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses zu Gast. Beispielsweise gestalteten wir musikalisch mehrere Festakte am Augsburger Friedensfest, daneben die erstmalige „Verleihung des Preises Augsburger Friedensfest“ 1985 an Bischof Kunst oder 1994 die Verleihung an Dr. Richard von Weizsäcker, genauso den Festakt „40 Jahre seit Wiedergründung der Bezirke – 20 Jahre Bezirkstagspräsident Dr. Georg Simnacher“ oder die „Konstituierenden Sitzung des Augsburger Stadtrates“ 1996; ebenfalls musizierten wir dort anlässlich „350 Jahre Augsburger Hohes Friedensfest“  im Jahre 2000, beim „Pax Augustana-Jubiläum“ 2005 oder zu unseren Chorjubiläem 2008 (25 Jahre) und 2013 (30 Jahre) mit auserlesenen Augsburger Erstaufführungen.

Die zahlreichen positiven Rückmeldungen zu Programmauswahl und Ausführung sind uns Ansporn, mit gewohnter Akribie und Verve unter der bewährten Leitung Franz Wallischs weiterzumachen.