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Deckblatt der Missa KV 262
aus dem Archiv von Hl. Kreuz

Der MUSICA SUEVICA Chor Augsburg e.V. versteht sich als ein Verein kultur- und musikinteressierter Mitbürger. Es liegt im Wesen des Vereins, dass durch das Zusammenwirken der aktiven Sängerinnen und Sänger einerseits sowie der passiven Mitglieder und Förderer andererseits ein kontinuierlicher Beitrag zur Pflege von Kultur und Historie der schwäbischen Heimat Gestalt annimmt. Ein Blick in die Satzung zeigt als oberstes Ziel, der Musik, der leider meist vergessenen Musik, aus Augsburg und Schwaben zu einem höheren Bekanntheitsgrad zu verhelfen.

Die Satzung äußert sich auch über das Wie und Wo: bei Konzerten, Gottesdiensten und vergleichbaren feierlichen Anlässen will sich die MUSICA SUEVICA zu Wort melden. Eine ganz pragmatische Aussage also, denn solche Anlässe bestehen zuhauf, lediglich über die Programmgestaltung bei solchen Gelegenheiten gehen die Meinungen naturgemäß weit auseinander. Genau darin liegen die Chancen und die Intention unserer Gemeinschaft: Weg von den „Schlagern", hin zu einer heimatnahen Kulturpraxis mit dem Ziel, den eigenen Horizont wie auch den der Zuhörer zu erweitern, Musik als Teil der regionalen Geschichte zu begreifen, im Aufspüren der Vergangenheit die Umstände von Leben und Zivilisation erfahrbar zu machen, daraus zu lernen, Erarbeitetes umzusetzen, letztlich in unsere Zeit hineinzutragen und weiterzuentwickeln.

Hl. Kreuz vor der Zerstörung 1944

Ein überaus wichtiger Aspekt unseres Schaffens ist unser Wirken in der Augsburger Dominikanerkirche Heilig Kreuz, die wir mittlerweile unsere musikalische Heimat nennen dürfen. Sie ist nicht nur eine der ältesten Wallfahrtskirchen unserer Heimat, sondern auch eine international anerkannte, authentische Mozartstätte, sicherlich die bedeutendste in Augsburg. Im Archiv dieses Stifts ruhen unermesslich wertvolle, musikalische Schätze von Wolfgang Amadé und Leopold Mozart sowie anderer namhafter Komponisten aus der Mozartzeit. Diese einmaligen Musikraritäten stehen uns für die liturgischen Höhepunkte des Kirchenjahres, unseren Konzerten sowie anderen Auftritten zur Verfügung und sind eine ideale Symbiose zu unserer Forscherarbeit, vergessene Werke Augsburger und schwäbischer Komponisten wieder zu entdecken und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Zusammengefasst entstehen so drei umschriebene Ziele. Zum ersten die Suche nach geeigneten Werken, ihre Bewertung hinsichtlich Qualität und Historizität und die Aufarbeitung unter dem Gesichtspunkt der Aufführbarkeit und Machbarkeit. Zweitens ist die aktive Beschäftigung mit der Musik bereits als solche eine in Zeiten überbordener Medienfülle für den, der sich damit auseinandersetzt, eine Quelle von Erneuerung und Freude, Lebensgestaltung und Sinnerfüllung. Ein Drittes spielt eine wichtige Rolle, die Gemeinschaft mit anderen. Sie allein macht aus toten Noten, verstaubten Büchern und unter mehr oder weniger Mühen geschaffenen Opera lebendige kleine und auch große, unbekannte wie bekannte, erfahrbare Kunst, in der eine enge Interdependenz zwischen Stimmen, Sängern, Dirigenten, Musikern und Zuhörern entsteht.